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Marcincak Spezialweine

fotospecialnivinaEine Spezialität des Weinbauers, Petr Marcinčák, ist die Herstellung von Strohwein und süßem Naturwein, welche die Weinfreunde mit der Komplexität und außerordentlicher Geschmackharmonie ansprechen. Diese Kleinode unter den Weinen trinkt man nicht den ganzen Abend, sondern sie sind ein unentbehrlicher Bestandteil der Spitzengastronomie und werden bei außerordentlichen Gelegenheiten serviert. Für die Spezialweine wurde dem Weinunternehmen Marcinčák eine Reihe von Preisen zuerkannt. Der letzte kam von der Assoziation der Pariser Sommeliers. Eine Übersicht der preisgekrönten Weine ist der Sektion „Referenzen“ zu entnehmen.

Bei Herstellung der Spezialweine werden die Weintrauben vor allem im Naturprozess entwässert, um die in den Beeren enthaltenen Zucker-, Säuren- und Mineralienkonzentrationen zu erhöhen. Nach dem Winzergesetz sind nur drei Vorgänge der Weintraubentrocknung zulässig, nämlich mit Hilfe des Edelschimmels, Botrytis Cinerea, bei Herstellung aus Zibebenauslese, weiter durch Einfrieren bei Herstellung von Eiswein und dann durch Langzeitaustrocknung im Stroh bei Herstellung von Strohwein.

Die Herstellung der Spezialweine stellt große Ansprüche an die Arbeiten im Weingarten während der Vegetation, sowie an nachfolgende Weintraubenbearbeitung im Weinkeller. Die Herstellung von Spezialweinen ist ein Scheitelpunkt des Winzerhandwerks. Sie verlangt vom Enologen vielfältige Kenntnisse und Erfahrungen, sowie viel Geduld als auch Wagemut und Bereitschaft zum Riskieren.

Für Herstellung der Spezialweine darf man nur gesunde Weintrauben aus den zuvor ausgewählten Weinbergstrecken benutzen, die mit spezieller Agrotechnik unterm Gebrauch der sehr schonenden Schädlings- und Erkrankungsschutzmittel behandelt worden sind.

Die Herstellung der Attributiv- und Spezialweine unterliegt in allen wichtigen Produktionsphasen einer strengen Qualitätsinspektion (ČZPI), von Registrierung des Weingartens und der Weintraubengesundheit über die Erntemenge und -qualität bis zur Mengenkontrolle und Zuckergehalt im Most beim Keltern.

Zibebenauslese

Das ungewöhnliche Mikroklima der Weinberge im Land um Novosedly ist mit dem Strom der Thaya und mit den in die Thaya mündenden Pollauer Seen beeinflusst. Dies bringt Morgennebel und heiße Sonnentage im Herbst mit sich, wodurch ideale Bedingungen für Bildung des Edelfäulepilzes, Botrytis cinerea, gestaltet werden. Petr Marcinčák von Novosedly war der erste Weinbauer, der es vermag, diese Naturgabe zu verwerten und so hat er 1999 mit Herstellung des botrytischen Weins begonnen. Der Edelschimmel trocknet die Weintrauben aus, wodurch die Konzentration von Zucker und aromatischen Stoffen erhöht wird.

Aus den trockenen Weintrauben (Zibeben) gewinnt man durchs Keltern einen hochqualitativen Most, reichhaltig an Zucker, Säuren und Mineralstoffe. Solch ein Wein kennzeichnet sich durch charakteristischen Duft nach Blumen, Honig und kandiertem Obst (Apfel, Birne, Aprikose, Ananas).

Der Weingeschmack ist mächtig, voll, raffiniert und gleichzeitig samtig, elegant.

Eiswein

fotoledovevinoDie Eisweinherstellung ist sehr anspruchsvoll, denn die Weintrauben werden erst aufgelest, wenn der Winterfrost kommt. Dese Situation kommt jedoch sehr oft um die Weihnachtszeit oder sogar nach dem Neujahr vor. Während der ganzen Zeit werden die Weintrauben dem Sonnenschein und vornehmlich den Morgenfrösten ausgesetzt, deren ziemlich niedrige Werte doch dem Wasserabscheiden von den Beeren betragen. Die Weinlese erfolgt dann unter der Außentemperatur von –7° C oder weniger und der ganze Herstellungsprozess muss mit gefrorenen Weintrauben erfolgen. Beim Keltern werden das gefrorene Wasser sowie die Kerne und Schalen vom konzentrierten Saft schonend getrennt. So ein produzierter Most muss mindestens 27 Grad Zuckergehalt erreichen. Meistenteils weist jedoch der Zuckergehalt einen Wert von mehr als 30 Grad auf. Auch die weitere Bearbeitung verlangt eine Vielfalt von Erfahrungen, denn die Mostkonzentration ist sehr stark, der Gärungsprozess wird in diesem Milieu gelähmt und die Fermentation verlangt eine sorgfältige Aufsicht.

Der so hergestellte Eiswein ist prall, mächtig und sehr aromatisch. Er schmeckt nach dem Obst und Honig mit Andeutung von Pfirsichen, Aprikosen, tropischen Blumen und Zitrusfrüchten.

Strohwein

fotoslamovevino2Die Einzigartigkeit des Strohweins ist mit der anspruchsvollen Herstellungstechnologie bedingt, die auch ein Geschick sowie viel Streben an die Handarbeit des Weinbauers verlangt. Die für seine Herstellung gedachten Weintraben werden in vorgewählten Weinbergstrecken angebaut. In der Reifezeit kommt es zur Auslese, wobei nur absolut gesunde Weintrauben gelest werden. Diese werden für eine Zeitspanne von etwa 3 Monaten in speziellen, belüfteten Strohbetten zum Austrocknen gelagert; der Mostzuckergehalt muss dann mindestens 27 Grad aufweisen. Die so gelagerten Weintrauben fordern eine tiefschürfende Aufsicht, denn sie, wie jedes gelesene Obst verdirbt leicht. Da kann man sagen, dass es sich um eine höchst komplizierte Herstellungsphase handelt, die fast ununterbrochene Aufsicht verlangt. Herr Petr Marcinčák, einer der ersten Hersteller des Strohweins, richtet sich nach seiner eigenen langjährlich geprüften Herstellungsmethode. Er lässt die Weintrauben 4 – 6 Monate im Stroh zu trocknen, bis der Most den Zuckergehaltwert von 40-50 oder sogar 60 Grad erreicht. Danach werden die Weintrauben mit den Stielen vom Stroh herausgenommen und zur Kelterei gebracht. Durch das schonende, etwa 36 Stunden dauernde Keltern ergibt sich ein Presswein mit einem Wert von 10-15 %. Der so erworbene hochkonzentrierte Most erinnert an frisch gezapften Honig. Der Alkoholgehalt während der Gärung ist etwa 11 % und der Restzuckergehalt kann 370 g pro Liter betragen. Das Ausreifen des Strohweins erfolgt in den Fässern.

Der Strohwein ist mächtig, voll, reichhaltig, elegant und samtig mit außerordentlichem Bouquet von Blumen, Honig, kandiertem Obst (Birne, Apfel, Quitte, Aprikose, Ananas, Mandarine), der Geschmack vereint Honigsüße und raffinierten Säuregeschmack.